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Aktuelles / Presse

Bayerische Forstpolitik als Vorbild für andere Länder, aber nicht in allen Bereichen.

Markt Rettenbach/Unterallgäu:
Bei einem Waldbegang mit dem Fraktionsvorsitzenden der CSU im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, hatten die Vertreter der Allgäuer Waldeigentümer neben Lob auch klare Forderungen zum aktuellen Brennpunkt Thema – Novelle des Bayerischen Jagdgesetzes.
Dabei bekannte sich Klaus Holetschek zum Waldpakt und damit zum Grundsatz Wald vor Wild, dem Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung und der Notwendigkeit eines naturnahen Waldumbaus. „Unsere Fraktion steht zum Waldpakt, da gibt es keinen Zweifel!“ so der Fraktionsvorsitzende.
Am Beispiel einer Wiederaufforstung nach Schadereignis durch das Eschentriebsterben im Kleinprivatwald konnte gezeigt werden, dass durch das gute Miteinander von Waldeigentümer, Forstwirtschaftlichen Zusammenschluss (FBG/WBV) und den Förstern der Forstverwaltung der Waldumbau durch aktive Waldbewirtschaftung vorangebracht werden kann. Die Förderung ist hierbei ein sehr gutes Anreiz- und Steuerungsinstrument, das vorbildlich in Höhe und Ausgestaltung ist. „Wir werden bundesweit um diese Möglichkeiten und die Zusammenarbeit von FBG/WBV und der Forstverwaltung beneidet“ lobte der Geschäftsführer des AllgäuHolz Markenverband (AHM) Andreas Täger.
Allerdings war auch klar zu erkennen, dass ohne Schutzmaßnahmen gegen Verbiss durch Schalenwild, hauptsächlich Rehwild, die gepflanzten Bäume (Baumhasel, Hainbuche, Weißtanne) keine Chance haben werden. Doch nicht nur das Laubholz wurde verbissen selbst Fichten wiesen deutliche Verbißschäden auf, die den zügigen Waldumbau verhindern und Schaden anrichten.
Die Ziele der CSU-Fraktion das Eigentum zu stärken, Verantwortung und Vertrauen in die handelnden Personen vor Ort zu geben und Bürokratie abzubauen werden von allen Teilnehmern begrüßt.
Die Vielfalt der Landschaften und Naturräume die Bayern ausmacht, erfordert flexible an die örtlichen Situationen anpassbare jagdrechtliche Vorgaben und Jagdstrategien. Eine flächige Jagdwende wird es allerdings erst geben, wenn die Jagdgenossenschaften fachlich gestärkt werden um. Josef Lessmann, 1. Vorsitzender des AllgäuHolz Markenverband und der FBG Memmingen brachte das Verlangen der Waldeigentümer auf den Punkt: „Der Schutz des Eigentums und das Aufwachsen sich natürlich verjüngender und damit zukunftsfähiger Wälder muss gesichert werden.“ Leitgedanke der gesetzlichen Regelungen sollte die Stärkung von eigenverantwortlichen Handlungsspielräumen bei gleichzeitig überschaubarer Bürokratie sein. Hierbei tragen die Jagdgenossenschaften eine besondere Verantwortung. Sie sollten fachliche unterstützt und ihr ehrenamtlichen Engagement insgesamt aufgewertet werden.
Der Fraktionsvorsitzende Klaus Holetschek betonte nochmals an dem Waldpakt und den darin formulierten Zielen festhalten zu wollen.

Teilnehmer v.l.n.r.: Rainer Nützel (AELF Krumbach -Mindelheim), Stephan Kleiner (AELF Kaufbeuren), Kralheinz Sobek (FBG Kaufbeuren), Erwin Frei (FBG Mindelheim), Franz Prestel (WBV Kempten), Dieter Stosik (FBG Füssen), Klaus Holetschek (Fraktionsvorsitzender CSU), Norbert Fischer (FBG Kaufbeuren); Josef Lessmann (FBG Memmingen); Wolfgnag Guggenmos (FBG Marktoberdorf), Carloin Albrecht (FBG Memmingen), Martin Reiser (FBG Füssen) Foto Andreas Täger (WBV Westallgäu)
Teilnehmer v.l.n.r.: Rainer Nützel (AELF Krumbach -Mindelheim), Stephan Kleiner (AELF Kaufbeuren), Kralheinz Sobek (FBG Kaufbeuren), Erwin Frei (FBG Mindelheim), Franz Prestel (WBV Kempten), Dieter Stosik (FBG Füssen), Klaus Holetschek (Fraktionsvorsitzender CSU), Norbert Fischer (FBG Kaufbeuren); Josef Lessmann (FBG Memmingen); Wolfgnag Guggenmos (FBG Marktoberdorf), Carloin Albrecht (FBG Memmingen), Martin Reiser (FBG Füssen) Foto Andreas Täger (WBV Westallgäu)

 


Der AllgäuHolzMarkenverband e.V. (AHM) wurde 2000 von den Allgäuer Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen gegründet. Der AHM ist der regionale Zusammenschluss der forstwirtschaftlichen Akteure im Privat- Kommunal-, Staatswald sowie die Forstverwaltung mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Kaufbeuren, Kempten, Mindelheim) im Allgäu.
Der AHM gibt den rd. 45.500 Waldbesitzern mit rd. 140.000 Hektar Waldfläche und damit der nachhaltigen Familienforstwirtschaft in der Region eine Stimme. Dies bedeutet vor allem für den Schutz des Eigentums einzutreten. Für gesunde, stabile und leistungsfähige Wälder durch Beratung, Pflege und Bewirtschaftung einzutreten und dabei die Multifunktionalität unserer Wälder für Schutz und Erholung im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes zu erhalten – Heute und Morgen.

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