Pressemitteilung
Waldbrandgefahr
Wetterkapriolen nehmen kein Ende
Einem viel zu milden Winter, der die Pflanzen nicht richtig zur Ruhe kommen ließ, folgte ein sehr feuchter Februar der mit dem Orkan „Sabine“ sowie weiteren starken Stürmen viel Schäden in unseren Wäldern verursachte. Inzwischen ist es viel zu mild und zu trocken. Damit steigt der Stress für die Pflanzen, insbesondere für die Bäume in unseren Wäldern, die nicht bewässert werden können. Die andauernde Trockenheit führt zudem zu einer erheblichen Waldbrandgefahr.
Unsere Welt und die Nachrichten werden vom Coronavirus dominiert. Doch davon unbeeindruckt dreht sich die Erde weiter, die Natur folgt ihrem Jahreszeitenrythmus und das Wetter bleibt von der Bezeichnung „Normal“ weit entfernt. Von wegen „April, April, der weiß nicht was er will; mal Regen und mal Sonnenschein, dann schneit es wieder zwischendrein“. Kein Wechsel von nass zu trocken von warm zu kalt, nur viel zu trocken und viel zu mild. Die Pflanzen hatten schon keine richtige Winterruhe und nun kommt die Trockenheit. Der Wasserbedarf der Pflanzen ist um diese Jahreszeit, in der alles wächst und gedeiht, um ein vielfaches höher als die Niederschlagsmengen in den letzten Wochen. Dies führt dazu, dass der Wasserbedarf aus dem Bodenspeicher entnommen werden muss und dieser somit austrocknet.
Bedingt durch die Trockenheit und die über den Winter abgestorbenen Gräser, Kräuter sowie abgestorbene, trockene Äste sind die Bedingungen für Waldbrände nahezu ideal. Das trockene Material brennt wie Zunder und es reicht ein kleiner Funke um einen Brand auszulösen, der durch die Winde dann schnell angefacht werden kann. Dabei muss es kein Funke im eigentlichen Sinne sein, eine achtlos weggeworfene Glasflasche oder eine Glasscherbe können bei Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas wirken und so ein Feuer entfachen.
Was kann jeder einzelne dazu beitragen, damit es keine Waldbrände gibt:
• Nicht mit offenem Feuer hantieren
• Keine Zigarettenkippen aus dem Autofenster werfen
• Im Wald oder in Waldnähe (bis 100 m) kein offenes Feuer, nicht grillen
• Autos nicht auf Flächen mit trockener Gras- /Krautschicht parken, heiße Katalysatoren können ein Feuer entzünden. Auf ausgewiesenen Parkplätzen parken.
• Wege, auch Wald- und Feldwege nicht zuparken, dadurch werden die Rettungskräfte behindert
Bitte beachten:
Seit 01. März gilt Rauchverbot für Waldbesucher, geniessen Sie beim Waldspaziergang die gute saubere und gesunde Waldluft.
Waldbesitzer, die ihr Schadholz aufarbeiten, dürfen das Restholz nicht verbrennen. Das Verbrennen der Äste in sogenannten Mottfeuern ist wegen der Waldbrandgefahr viel zu gefährlich und daher zu unterlassen.


